Lexikon2017-08-17T06:47:26+00:00

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Kollektivvertrag

Überlassene ArbeiterInnen unterliegen dem Arbeiterkollektivvertrag für das Gewerbe der Arbeitskräfteüberlassung. Überlassene Angestellte unterliegen dem Rahmenkollektivvertrag für Angestellte im Handwerk und Gewerbe, in der Dienstleistung, in Information und Consulting. Beide müssen laut AÜG die jeweils höhere Kollektivvertragsentlohnung - also entweder den AKÜ oder den BeschäftigerKV - erhalten (Günstigkeitsprinzip).

Überlassungsmitteilung

Vor jedem Arbeitseinsatz bei einem neuen Kunden (Beschäftiger) bekommt der Leiharbeiter eine Überlassungsmitteilung. Damit wird der Mitarbeiter über die wichtigsten Informationen wie Beschäftigungsort, Art der Tätigkeit, Entlohnung und die voraussichtliche Dauer des Arbeitseinsatzes informiert.

Stehzeit

ZeitarbeitnehmerInnen werden während Stehzeiten weiterbezahlt. Vielfach wird diese überlassungsfreie Zeit auch für Aus- und Weiterbildung verwendet.

Weihnachts- und Urlaubsgeld

Diese Sonderzahlungen werden für ArbeiterInnen auf Basis des durchschnittlichen Monatsgelts inklusive Überstunden der letzten sechs Monate berechnet. Für überlassene Angestellte ist das Urlaubs- und Weihnachtsgeld im Angestellten-Kollektivvertrag geregelt.

Übernahme in Stammbelegschaft

Nachdem der Vertrag zwischen Überlasser und ZeitarbeitnehmerIn aufgelöst wurde, kann ohne weiteres ein neues Dienstverhältnis mit dem ursprünglichen Beschäftigerunternehmen begonnen werden. Immer öfter wird die Absicht einer "Integration" bereits am Beginn der Überlassung vereinbart.